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Wenn Gäste die KI fragen: ein MCP-Server für das Casa Familia

Webseite mcp.casafamilia.de

Was gibt es heute Abend am Buffet? Ist im November noch ein Familienzimmer frei? Hat die Sauna offen? Solche Fragen stellen Gäste immer häufiger einem KI-Assistenten. Mit mcp.casafamilia.de bekommen sie darauf Antworten direkt aus dem Casa Familia – entstanden als Testprojekt von screenfox, ohne Auftrag und aus eigener Initiative.

Das Casa Familia, die Familienferienstätte in Zinnowitz auf Usedom, ist seit 2008 Kunde bei uns. Neben Websites, der Casa-App und zahlreichen Schnittstellen haben wir in dieser Zeit viele innovative Projekte und Ideen gemeinsam umgesetzt. Das Ziel war immer dasselbe: Arbeitsabläufe vereinfachen, Mitarbeitende von doppelten und wiederkehrenden Aufgaben befreien und Gäste unterstützen und informieren.

Dieses Mal sind wir einen Schritt vorausgegangen. Den MCP-Server haben wir ohne Auftrag gebaut – um eigene Erfahrungen mit einer neuen Technik zu sammeln, und weil wir überzeugt waren, dass sie dem Haus und seinen Gästen einen echten Mehrwert bringen kann.

Die Ausgangslage: Die KI weiß es nicht besser

Immer mehr Menschen planen ihren Urlaub mit ChatGPT oder Claude. Über ein konkretes Haus wissen diese Assistenten aber meist wenig. Den Speiseplan von heute, freie Zimmer oder die aktuellen Angebote kennen sie nicht. Also verweisen sie auf die Website – oder sie raten und geben weiter, was irgendwann einmal irgendwo im Netz stand.

Warum kein klassischer Website-Chatbot?

Auf vielen Websites finden sich heute Chatbots. Die meisten greifen aber nur auf die Inhalte der jeweiligen Seite zu. Bei genaueren Fragen helfen sie deshalb selten weiter: Was gibt es heute Abend? Ist nächste Woche noch ein Zimmer frei? Hat die Sauna heute offen? Außerdem muss der Gast dazu erst einmal auf die Website.

Unser Ansatz unterscheidet sich in zwei Punkten:

  • Die Antworten kommen aus den laufenden Daten des Hauses: dem Speiseplan, den Tagesinfos aus der Morgenpost, den freien Zimmern und den aktuellen Angeboten – nicht nur aus den Texten der Website.
  • Der Gast bleibt in seinem gewohnten KI-Assistenten: Er fragt dort, wo er ohnehin fragt, und muss keine Seite öffnen.

So funktioniert es: MCP

MCP steht für Model Context Protocol. Das ist ein offener Standard, über den KI-Assistenten Informationen direkt bei der Quelle abrufen können. Vereinfacht gesagt fragt die KI beim Casa Familia nach – so wie ein Gast an der Rezeption – und formuliert aus den Angaben ihre Antwort.

  1. Der Gast stellt seine Frage in normaler Sprache, zum Beispiel in Claude oder ChatGPT.
  2. Der Assistent erkennt, dass es um das Casa Familia geht.
  3. Er fragt bei mcp.casafamilia.de die passenden Daten ab.
  4. Der Gast bekommt eine Antwort mit aktuellen Angaben aus dem Haus.

Gäste richten die Verbindung einmal in ihrem Assistenten ein. Eine leicht verständliche, barrierefreie Anleitung für Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot Studio steht auf mcp.casafamilia.de. Eine Anmeldung beim Casa Familia ist nicht nötig.

Tipp

Auf die Frage „Gibt es ein Angebot für Oma mit Enkeln im Vorschulalter?“ nennt die KI das Arrangement „Ab an die Ostsee mit den Lütten“: 3 oder 5 Nächte ab 238 €, gültig bis 18.12.2026. Die Angaben kommen direkt aus den Daten des Hauses – nicht aus einer alten Fundstelle im Netz.

Was Gäste schon fragen können

  • „Was gibt es heute Abend am Buffet – und was für die Kinder?“
  • „Welche Angebote passen für Großeltern mit Enkeln?“
  • „Ist im November ein Familienzimmer für eine Woche frei?“
  • „Wann hat die Sauna heute geöffnet? Darf unser Hund mit?“
  • „Wie komme ich vom Bahnhof zum Haus?“
BereichWas der Assistent abrufen kannQuelle
AbendbuffetThema, Gerichte, vegetarisch/vegan, Kinderessen – heute bis übermorgenSpeiseplan
TagesinfosSauna-Öffnungszeit, Restaurant und Bistro, Tipp des TagesMorgenpost
UrlaubsangeboteArrangements mit Ab-Preis, Nächten und Gültigkeit, Details und SaisonpreiseWebsite
Freie ZimmerUnverbindliche Übersicht nach Zimmertyp und ZeitraumBelegungsdaten
Hausinformationen14 Themen von Anreise über Familie und Kinder bis Urlaub mit HundHausinformationen
VeranstaltungenVerweis auf die Casa-App und das Veranstaltungsterminal in der Lobby–

Sicher und datensparsam

Ein Dienst, den jeder KI-Assistent abfragen kann, muss von Anfang an sicher sein. Deshalb gilt:

  • Nur öffentliche Informationen: keine Gästedaten, keine Buchungen, keine Zahlungsdaten.
  • Nur lesend: Der Server kann nichts ändern oder löschen. Die Datenbankverbindung ist technisch auf Lesen beschränkt.
  • Kein Login, keine Profile: Das Casa Familia sieht nur die technische Abfrage, nicht das Gespräch des Gastes.
  • Sparsame Protokolle: IP-Adressen werden gekürzt gespeichert und nach 14 Tagen gelöscht.
  • Klare Regeln für die KI: Bei Allergien verweist sie immer auf das Servicepersonal, Preise und freie Zimmer nennt sie als unverbindlich, und Veranstaltungen erfindet sie nicht.

Was wir dabei gelernt haben

  • Gute Antworten brauchen gepflegte Daten. Die KI gibt weiter, was im System steht. Ungereimtheiten in den Daten fallen plötzlich auf – und lassen sich gezielt beheben.
  • Weniger ist am Anfang mehr. Die erste Ausbaustufe beschränkt sich bewusst auf öffentliche, lesende Werkzeuge. So bleibt der Dienst überschaubar und sicher.
  • Die Einrichtung muss einfach sein. Viele Gäste haben noch nie einen Connector eingerichtet. Deshalb gehört eine verständliche Anleitung mit Live-Beispiel genauso zum Projekt wie die Technik.

Wie es weitergeht

Das Testprojekt läuft weiter. Bis Anfang 2027 sollen die Allergene je Gericht dazukommen – im Wortlaut und weiterhin mit dem Hinweis aufs Servicepersonal. Möglicherweise folgen danach die anstehenden Veranstaltungen, mit Angaben zur Zielgruppe (etwa 6–16 oder 18–99 Jahre). Weil die Teilnehmerzahl meist begrenzt ist, soll die KI außerdem sagen können, ob noch Plätze frei sind.

Parallel werten wir aus, wie Gäste den Dienst nutzen und wie zuverlässig die Antworten sind. Unser erstes Fazit: KI-Assistenten können ein neuer Kanal zwischen Gastgebern und Gästen werden – näher am Gast als ein klassischer Website-Chatbot.

Häufige Fragen

Eine Schnittstelle nach dem offenen Model Context Protocol. Über sie können KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT Informationen direkt bei der Quelle abrufen, statt auf allgemeines Wissen aus dem Netz zurückzugreifen.

Mit allen Assistenten, die eigene MCP-Connectoren unterstützen, zum Beispiel Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot Studio. Die Anleitung steht auf mcp.casafamilia.de.

Nein. Der Server sieht nur die technische Abfrage, zum Beispiel „Speiseplan für heute“. Das Gespräch, der Name und die Fragen im Wortlaut bleiben beim KI-Anbieter.

Nein. Der Dienst liest nur. Gebucht wird weiterhin über die Website oder die Rezeption.

Ja. Überall, wo aktuelle Daten in eigenen Systemen liegen – Angebote, Termine, Verfügbarkeiten –, kann ein MCP-Server sie KI-Assistenten zugänglich machen. Sprechen Sie uns an.

Neugierig geworden?

Probieren Sie es selbst aus: Die Anleitung für Claude, ChatGPT und Copilot Studio finden Sie auf mcp.casafamilia.de.